Qualitätssicherung ist Kundenschutz: Warum das Fachinstitut gut für dich ist

Die Expertinnen und Experten der über 4.000 Mitgliedsbetrieben der Innung für Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure üben ihr Handwerk direkt am Kunden aus. Es liegt daher auf der Hand, dass Qualitäts- und Hygienerichtlinien in der Branche besonders wichtig sind. Fachgruppengeschäftsführer Mag. Bernhard Eckmayr und Innungsmeisterin Eva Danner-Parzer erklären, warum der Schutz von Kunden oberste Priorität hat und wie Kunden ein kompetentes Fachinstitut erkennen.

Die Innung arbeitet stets daran, die bereits hohen Standards bei Qualität und Hygiene laufend weiterzuentwickeln. Warum ist für Sie Qualitätssicherung so wichtig? Und was hat das mit Kundenschutz zu tun?

E. Danner-Parzer: Qualitätssicherung ist in unserer Branche untrennbar auch Kundenschutz. Wir arbeiten direkt am Menschen und sind meist in Hautkontakt. Bei geprüften Instituten, kann sich der Kunde sicher sein, dass er sich in kompetenten und geschulten Händen befindet. Das bedeutet seitens des Instituts auch, die eigenen Grenzen zu kennen und zu wissen, ab wann eine ärztliche Behandlung notwendig ist.

B. Eckmayr: Die Branche der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure ist ein reglementiertes Gewerbe. Das heißt, jeder der sich selbstständig machen möchte, muss eine Befähigungsprüfung ablegen oder eine Arbeitsprobe vorweisen. In Kombination mit einem umfangreichen Weiterbildungsprogramm gewährleisten wir die fachliche und persönliche Weiterentwicklung unserer Mitglieder. Das stellt eine qualitative und kompetente Behandlung an Kunden sicher. Dies alles sind Bausteine einer umfangreichen Qualitätssicherung.

Inwiefern gestaltet die Landesinnung die Qualitätssicherung in den oberösterreichischen Betrieben mit?

E. Danner-Parzer: Als Innung liegt es in unseren Händen die geltenden Regelungen und Informationen an unsere Mitglieder weiterzutragen, sodass diese auch in den Betrieben umgesetzt werden. Unsere Aufklärungsarbeit läuft dabei anhand von Newslettern, Weiterbildungen, als auch persönlichen Gesprächen. Darüber hinaus tragen wir maßgeblich dazu bei, dass die Prüfungsstandards immer wieder an neue Anforderungen der Branche angepasst werden.

B. Eckmayr: Gerade, weil die Qualitätssicherung in diesem Handwerk so wichtig ist, arbeiten wir sehr eng mit der Bundesinnung zusammen. Es ist wichtig den Kunden zu sagen, dass sie sich in Österreich in den Händen von Qualitätsbetrieben befinden, die einen hohen Standard erfüllen. Günstige Preise aus dem Ausland locken Kunden an, diese orientieren sich jedoch an anderen Standards, die weit von unseren entfernt liegen.

Kommt der Qualitätssicherung aus Ihrer Sicht zukünftig eine noch größere Rolle zu? Bräuchte es strengere Regeln, um ein Institut eröffnen zu dürfen?

B. Eckmayr: Unsere bestehenden strengen Richtlinien haben sich bewährt und sind gut. Das hat auch die Pandemie gezeigt. Es wurde ein großes Augenmerk auf verstärkte Hygienerichtlinien in allen Bereichen des Lebens gelegt. Diese sind in unserer Branche jedoch schon lange Standard und gelebte Praxis.

E. Danner-Parzer: Das ist ein wichtiger Punkt. Regelmäßiges Desinfizieren mit speziellen gelisteten Mitteln, der Einsatz eines Mund-Nasen-Schutzes sowie das Tragen von Handschuhen dient seit jeher dem Schutz unserer Kunden und auch dem Eigenschutz.

Wie kann ich als Kunde sicher sein, dass die Qualitätsstandards im Fachinstitut eingehalten werden? Wie erkenne ich das?

B. Eckmayr: Bevor man ein neues Fachinstitut besucht sollte man im WKO Firmen A-Z nachsehen, ob die verantwortliche Person berechtigt ist, dieses zu führen. So geht man sicher, dass es sich um einen geprüften Betrieb handelt. Vor allem wenn man auf verdächtig günstige Preise stößt, lohnt sich eine erste Recherche.

E. Danner-Parzer: Geprüfte Betriebe haben meist ein gut sichtbares Siegel im Eingang. Daran erkennen Kunden den Behandlungsbereich. Grundsätzlich können sich Kunden auch immer den Unbedenklichkeitsnachweis, der die Überprüfung der Hygienevorschriften beweist, vorlegen lassen und auf die generelle Hygieneausrüstung achten. Dieser ist für Piercer und Tätowierer sowie den Bereichen Permanent Make-up und Microblading verpflichtend einmal jährlich zu liefern. Für die restlichen Fachbereiche ist dies freiwillig.

Vielen Dank für das Gespräch.

Für alle weiteren Fragen oder eine individuelle Beratung stehen Ihnen die Experten und Expertinnen der oö. Fachinstitute jederzeit gerne zur Verfügung.

Sie haben noch Anregungen? Die Blogredaktion der Innung der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure der WKOÖ freut sich über jede Rückmeldung unter: fkm@wkooe.at


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